Glyphosat

Einige Aspekte

  • Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate. Es ist die biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitband- bzw. Totalherbizide und wurde seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre von Monsanto als Wirkstoff unter dem Namen Roundup zur Unkrautbekämpfung auf den Markt gebracht. Weltweit ist es seit Jahren der mengenmäßig bedeutendste Inhaltsstoff von Herbiziden.
  • In Deutschland sind 94 glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel zugelassen, die auf etwa 40 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen versprüht werden.
  • alle mit Glyphosat behandelten Pflanzen sterben ab. Ausnahmen bilden Nutzpflanzen, die gentechnisch so verändert worden sind, dass sie eine Herbizidresistenz gegenüber Glyphosat besitzen (Genmais, Gensoja).
  • Glyphosat gilt als krebserregend. Studien widersprechen sich. Es geht um Interessen, viel Geld. Sieben von acht der beschriebenen Tumoreffekte sollen in den Behördenberichten des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) ignoriert worden sein. Dabei ging es um erhöhte Tumorraten für Nieren-, Schilddrüsen-, Hautkrebs, Leber- und Lungenkrebs. Die Berichte basierten auf wissenschaftlichen Publikationen der Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) und der Europäischen Agentur für Ernährungssicherheit (EFSA).
  • Glyphosat ist laut Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen und es zerstört die biologische Vielfalt.
  • Es gibt begründete Vermutungen, dass Glyphosat und andere Herbizide Kreuzresistenzen bei Antibiotika wie Penizillin, Ciprofloxacin und Kanamycin auslösen.
  • Würde Glyphosat aus Gründen des Gesundheitsschutzes verboten, hätte dies ein Importverbot für glyphosathaltiges Gen-Soja zu Folge. Auf Gen-Soja ist in der Tiermast nicht zu verzichten. Eine Katastrophe für die industrielle Landwirtschaft.



Links


Das Umweltbundesamt hat ein 5-Punkte-Programm für einen nachhaltigen Pflanzenschutz entwickelt.

Das Programm beleuchtet die Probleme des heutigen Pflanzenschutzes, definiert Grundprinzipien für einen nachhaltigen Pflanzenschutz und empfiehlt, wie diese Prinzipien umzusetzen sind.

In fünf Punkten wird gezeigt, was getan werden muss, um den Pflanzenschutz tatsächlich nachhaltiger zu gestalten:

  • den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren
  • seine Risiken identifizieren, quantifizieren und kommunizieren
  • das Risikomanagement optimieren
  • unvermeidbare Auswirkungen kompensieren und
  • externe Kosten des Pflanzenschutzes internalisieren

und schon sind alle Probleme gelöst.