unbedingt lesen: https://www.bingo-umweltstiftung.de/Umwelt/Image/Jubilaumsprojekt/Dateien/BUND_Handbuch_SWP_300dpi.pdf

Galluse bevorzugt eine Streuobstwiese, die von einer Benjeshecke oder einem Knickwall umgeben ist und einen Teich ohne Fische in ihrer Mitte hat. Ich denke, besser kann man Naturschutz nicht betreiben.

Streuobstwiesen

 

Die Streuobstwiese, regional auch Obstwiese, Obstgarten, Bitz, Bongert oder Bungert genannt, ist eine traditionelle Form des Obstbaus. Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten.

Streuobstwiesen sind ein Beispiel für die Mehrfachnutzung von Land: Die Bäume dienen der Obsterzeugung; da die Bäume locker stehen, dienen die Flächen zugleich als Grünland, entweder als Mähwiese zur Heugewinnung oder direkt als Viehweide. Streuobstäcker sind eine in Deutschland noch in Franken, Südbaden, Sachsen-Anhalt und dem südlichen Brandenburg verbreitete Sonderform, die bis weit ins 20. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa verbreitet war. Darüber hinaus gehören auch Obstalleen und Einzelbäume zum Streuobstbau.

Streuobstanbau ist eine Form des extensiven Obstbaus, bei dem großteils starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume in weiträumigen Abständen stehen. Charakteristisch für Streuobstbestände ist die regelmäßige Unternutzung als Dauergrünland. Daneben gibt es Streuobstäcker mit ackerbaulicher oder gärtnerischer Unternutzung, Streuobstalleen sowie sonstige linienförmige Anpflanzungen. Häufig sind Streuobstbestände aus Obstbäumen verschiedener Arten und Sorten, Alters- und Größenklassen zusammengesetzt, sie sollten eine Mindestflächengröße von 0,15 ha umfassen. Im Unterschied zu modernen Dichtpflanzungen mit geschlossenen einheitlichen Pflanzungen ist in Streuobstbeständen stets der Einzelbaum erkennbar.

Auf extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen komplettiert je nach Artenzusammensetzung, Standortfaktoren und Zweitnutzung (Weide, Wiese, Acker) eine artenreiche Tierwelt (Fauna) die Lebensgemeinschaft (Biozönose). Insbesondere ist die Streuobstwiese ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Gliederfüßer wie Insekten oder Spinnen.

Foto: Schmeling

In Streuobstwiesen können zwischen 2000 und 5000 Tierarten beheimatet sein beziehungsweise dort ihre Nahrung finden. Den größten Anteil nehmen dabei Insekten wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen ein. Auch die Vielfalt der Spinnentiere und Tausendfüßer ist groß. Mit ihrem kleinräumigen Wechsel aus besonnten und (halb-)schattigen, trockenen und feuchten Stellen, Holz- und Schnittgutlagerplätzen, Gras-/Staudenfluren und Gehölzen sind Streuobstwiesen auch wertvolle Sommer- und Überwinterungshabitate für verschiedene Amphibien- und Reptilienarten.


Indikatorarten für die ökologische Wertigkeit sind beispielsweise der Steinkauz  und der Wendehals.




lesenswerte Literatur kostenlos:


Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesen in Schleswig-Holstein

Herbst 2018: NABU Schleswig-Holstein setzt Streuobstwiesenförderung fort

Förderung der biologischen Vielfalt: Neuanpflanzungen werden unterstützt

Der NABU startet in diesem Herbst die bislang größte Streuobstwiesen-Pflanzaktion in Schleswig-Holstein. Das Projekt „Blühendes Schleswig-Holstein – Neue Streuobstwiesen braucht das Land“ wird von der BINGO-Umweltlotterie gefördert. „Schon seit mehreren Jahren bieten wir in Schleswig-Holstein die Förderung der Neuanlage von Streuobstwiesen an - und zwar auch für geeignete Flächen von Privatpersonen“, sagt der Projektleiter Streuobst des NABU Schleswig-Holstein, Frank Steiner. Nun wird das Projekt ausgeweitet: Neben bis zu 1.400 Hochstämmen werden Insektenhotels, Saatgut für Wildblumenwiesen und Spezialnisthilfen für charakteristische Vogelarten der Streuobstwiese angeboten. Kontakt: Frank.Steiner@NABU-SH.de


Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesen in Niedersachsen



Links:


Alte Obstsorten:



 


Pomologenverein Schleswig-Holstein

 

https://www.pomologen-verein.de/fileadmin/user_upload/Landesgruppen/SH-HH/Liste_Dienstleister_SH-HH.pdf