„Wenn ich wüsste,
dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch
ein Apfelbäumchen pflanzen.“
vielleicht Luther

Galluse ist seit 60 Jahren in seiner Art von Naturschutz aktiv. Schon als Kind hat er Teiche angelegt, Nistkästen gebaut, Bäume gepflanzt, im Rahmen seiner Möglichkeiten in Naturkreisläufe eingegriffen.

Deshalb ist er aus Erfahrung folgender Meinung:

  • Naturschutz geht jeden an
  • Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten in seinem Umfeld dazu beitragen, das seine Umwelt lebenswert bleibt, wieder wird.
  • Je mehr sich aktiv auch durch kleine Tätigkeiten beteiligen, umso mehr "Vorbilder" gibt es. Die Gesellschaft verändert sich langsam in eine lebenswertere Richtung.
  • Niemand sollte sich auf die Politik verlassen. Seit Jahrzehnten wird Naturschutzpolitik betrieben, eigentlich ist alles problematischer geworden.
  • Niemand sollte sich auf die großen Naturschutzverbände allein verlassen. Auch ihre Erfolge sind bescheiden.


Naturschutz beginnt bei uns


Wohnung

  • Spinnen muss man nicht zerdrücken, man kann sie in einem Glas einfangen, über ein Papier ziehen und nach draußen setzen. Jede Spinne und ihre Nachkommen sind als Nahrung für viele Singvögel überlebenswichtig.
  • Sammeln Sie organische Stoffe und legen Sie einen Kompost im Garten oder in Ihrer Wohnumgebung mit anderen zusammen an. So vermehren Sie Insekten, Würmer und andere Kleintiere, die wiederum Nahrung für andere Tiere sind.


Balkon

  • Wenn Sie Blühpflanzen auf dem Balkon haben, versuchen Sie doch einmal, ein Insektenhotel an eine schattige Wand anzubringen. Die dann dort einziehenden Insekten sind völlig harmlos, für die Natur aber überlebenswichtig.
  • Eine geeignete Fütterung ist möglich und sinnvoll. Meisenringe oder Knödel, vielleicht auch einmal etwas Obst, Rosinen (ungeschwefelt!) oder auch nur Wasser anbieten.


Vorgarten

  • Sammeln Sie organische Stoffe und legen Sie einen Kompost in Ihrer Wohnumgebung allein oder mit anderen zusammen an einem schattigen Platz an. (Küchenabfälle: Gemüse-, Obst-, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel (bitte Metallklammern entfernen), Pappe, Küchenpapier, Taschentücher, Schnittblumen, Erde vom Umtopfen, Stroh. Regenwürmer lieben Zwiebelschalen und Kaffesatz. So vermehren Sie Insekten, Würmer und andere Kleintiere, die wiederum Nahrung für andere Tiere sind. Achten Sie dabei aber penibel darauf, dass keine Essensreste hineingelangen (Ratten!)
  • Wenn Sie Blühpflanzen auf dem Balkon haben, versuchen Sie doch einmal, ein Insektenhotel an eine schattige Wand anzubringen. Die dann dort einziehenden Insekten sind völlig harmlos, für die Natur aber überlebenswichtig.
  • Eine geeignete Fütterung ist möglich und sinnvoll. Meisenringe oder Knödel, vielleicht auch einmal etwas Obst, Rosinen (ungeschwefelt!) oder auch nur Wasser anbieten.

 


Garten

Hier ist fast alles möglich. Je nach örtlichen Verhältnissen. Wasser ist immer wichtig.

NABU-Tipps für mehr Natur im Garten:

  • Bevorzugen Sie heimische und standortgerechte Bäume, Sträucher und Stauden für die Gartengestaltung, die der hiesigen Tierwelt Nahrung und Unterschlupf bieten.
  • Pflanzen Sie Gehölze, die Vögeln und Insekten Nahrung bieten, sowie Stauden mit einem hohen Wert für die Insektenwelt.
  • Wählen Sie alte, regionaltypische Obstsorten aus spezialisierten Baumschulen.
  • Eine Wasserfläche belebt jeden Garten. Sowohl ästhetisch wie ökologisch ist die Anlage eines Gartenteiches ein Gewinn.
  • Gestalten Sie Wege- und Platzflächen mit ansprechenden, natürlichen Belägen, damit ein Großteil der Niederschläge auf ihrem Grundstück versickern kann.
  • Legen Sie eine Blumenwiese an und mähen Sie zumindest einen Teilbereich der Wiese nur zwei- bis dreimal jährlich.
  • Belassen Sie eine Ecke für Wildkräuter wie die Brennnessel, die unter anderem wichtige Nahrungspflanze für die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten ist.
  • Legen Sie einen Totholzhaufen, einen Laub- oder einen Steinhaufen an. All diese Strukturen bieten Insekten, Vögeln und Säugetieren Unterschlupf.
  • Räumen Sie Ihren Garten nicht im Herbst auf, sondern belassen Sie totes Holz und abgestorbene Pflanzenteile bis zum Frühling im Garten, da zahlreiche Tiere diese Elemente zum Überwintern benötigen.
  • Stellen Sie zum Recycling von Garten- und Küchenabfällen einen Komposthaufen oder Schnellkomposter auf, der wertvolle Komposterde für den Garten liefert.
  • Sammeln Sie Regenwasser in Tonnen oder Zisternen. Regenwasser ist besser für die Pflanzen als teures Trinkwasser aus der Wasserleitung.
  • Hängen Sie Nistkästen für Vögel auf und schaffen Sie Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten.



wird fortgesetzt


























Viele Naturschutzorganisationen bitten um Spenden. Aus unterschiedlichen Gründen. So auch ich. Mir ist es jedoch lieber, wenn Sie nicht spenden und selbst aktiv werden. Dann geht es mir zwar etwas schlechter, meine Arbeit war aber nicht vergebens und der Umwelt geht es ein wenig besser.

Fundsache von http://www.klimafrosch.de/

Das 21. Jahrhundert ist geprägt von großen globalen Problemen, wie z.B. dem Klimawandel, dem Artensterben und der sozialen Ungerechtigkeit zwischen globalem Norden und globalem Süden. Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir, dass Du gern zur Lösung dieser Probleme beitragen würdest, aber Dich angesichts der Größe der Probleme oft ohnmächtig und hilflos fühlst. So gern wir es auch könnten: Keiner kann diese großen Probleme alleine lösen, dafür sind sie einfach zu groß. Aber: Veränderung fängt immer im Kleinen an, mit dem ersten Schritt. In seinem persönlichen Umfeld kann jeder etwas verändern. Da kann jeder wirksam sein.            

Wenn einer träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele Träumen, ist der Anfang der Wirklichkeit!

Wir sind keine isolierten Lebewesen, sondern wir sind mit anderen Menschen im Kontakt (so wie Du und ich jetzt gerade), wir können andere Menschen zum Nachdenken anregen, können andere Menschen inspirieren, wir können anderen Menschen Mut machen. Wenn wir nicht den Anspruch an uns haben, die ganze Welt zu retten, kann jeder ganz viel in unserem persönlichen Umfeld bewirken. Und es gibt immer mehr Menschen, die sich auf den Weg machen, die etwas verändern, die anders leben.

Wir sind der Wandel!

Der Wandel in der Welt passiert gerade, passiert schon länger, nur außerhalb der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit, weil die Massenmedien nur wenig davon berichten! In den letzten 30 Jahren sind viele soziale und ökologische Organisationen gewachsen, die bunt, vielfälltig, selbstverantwortlich und selbstorganisiert sind. Sie alle tragen zu einer friedlicheren und nachhaltigeren Gesellschaft bei. Der Wandel geschieht! Bist Du dabei?

Galluse schließt sich diesen Worten gerne an.