Insektensterben

Für den Durchschnittsbürger sind Insekten meist lästig. Die Fliege in der Küche, die Mücke im Schlafzimmer oder beim Sonnenbaden, die Ameisen unter der Terasse, die Wespe auf dem Pflaumenkuchen, ... .

Wer sich jedoch intensiver mit Insekten auseinandersetzt, erkennt schnell:

Insekten sind lebensnotwendig für die Abläufe in der Natur. Letztendlich profitieren wir alle von ihrer Existenz.

  • Viele Insekten sind Destruenten, das heißt, sie zersetzen organisches Material. Blätter, tote Tiere, Komposthaufen, ... , überall sind Insekten für das Recycling mit verantwortlich.
  • Insekten sind für die Bestäubung vieler Pflanzen unverzichtbar. Ohne Insekten könnten sich also viele Pflanzen nicht mehr vermehren. Egoistisch brauchen wir die Insekten für unsere Obst-, Gemüse-, Honig-,...,-produktion.
  • Insekten dienen vielen Tierarten als Nahrung: Amphibien, Vögel, Fledermäuse, Schwalben,..., viele würden ohne Insekten aussterben. Sehr viele Jungvögel werden mit Insekten aufgezogen.
  • Insekten zeigen uns auch, ob es unserer Umwelt gut geht. Fehlen Insekten, stimmt etwas nicht. Sie reagieren empfindlicher auf die Vergiftung unserer Natur. Sie sind somit Bioindikatoren.
Wespe auf Lachsbrötchen

Seit einiger Zeit hört man mehr über das Insektensterben. Hobbyforscher haben über 30 Jahre Insekten in Malaise-Fallen gefangen. Diese Fallen dienen dem Fang von Flug-Insekten. siehe hier

Die Zahl 80% beim Rückgang der Insektenpopulationen stammt von ihnen.


Die Populationsentwicklungen vieler Insekten wurde bisher nicht erforscht. Es fehlen wohl die Geldgeber aus der Industrie, Politik und Naturschutz.


Galluse ist sich sicher, dass Ergebnisse von noch durchzuführenden Forschungen unangenehme Fragen aufwerfen würden, für Landwirtschaft, Industrie und Politik. Vielleicht müssen wir deshalb noch länger darauf warten.


Jeder kann in seiner Umwelt, sei es Balkon oder Garten, etwas tun. Letztendlich ist die Politik gefordert. Sie macht die Gesetze, gibt damit auch die Entwicklung der Landwirtschaft vor.

siehe auch hier


LivingLand

BUND, Deutscher Naturschutzring, NABU und WWF Deutschland engagieren sich gemeinsam mit anderen europäischen Umwelt-NGOs für eine nachhaltige, naturverträgliche und faire Agrarpolitik. Mit der Initiative LivingLand setzen wir uns für eine starke Reform und einen grundlegenden Wandel ein. Über 600 Unternehmen, Verbände und andere Organisationen haben sich unserer Initiative bereits angeschlossen.

Wir wollen eine EU-Agrarpolitik, die folgende Ziele erfüllt:             

  • Fair: für Landwirte und ländliche Regionen
  • Ökologisch nachhaltig: für reine Luft und sauberes Wasser, gesunde Böden und die Vielfalt von Tieren und Pflanzen
  • Gesund: für gute Lebensmittel und das Wohlergehen aller Menschen
  • Mit globaler Verantwortung: für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung weltweit

Insektenhotels

Insektenhotels findet man inzwischen stark verbreitet. Beim Aufhängen werden jedoch Fehler gemacht, was man auf diesem Foto gut sehen kann. So werden Insekten willkommenes Futter für Vögel.

Hier ist ein häufiger Fehler, dass der Maschendraht keinen Abstand von den Insekten hat.

So locken wir Insekten in den Garten
Insekten spielen eine wichtige Rolle in der Natur. Als Bestäuber für viele Pflanzen oder als Nahrung für verschiedene Tiere wie Igel oder Vögel. Doch sie sind nicht nur nützlich, sondern sind auch schöne und faszinierende Tiere, die es zu entdecken lohnt, und die dem Garten eine lebendige Vielfalt schenken.

Wer Insekten unterstützen und ihnen im Garten einen Rückzugsort bieten möchte, kann dies mit der richtigen Pflanzenauswahl, einigen nützlichen Elementen und viel Geduld tun. Auf diesen Seiten gibt es Tipps.

Problemfelder

  • Die hohen Stickstoffgehalte in Luft und Böden führten zusammen mit Pflanzenschutzmitteln zu einem gefährlichen Verlust insektenfreundlicher Pflanzen in der Natur. Früher gab es viele nährstoffarme Böden mit Pflanzen, die Lebensraum und Nahrung für Insekten sind. Heute ist der Boden oft mit Stickstoff überfrachtet. Stickstoffliebende Pflanzen wie Brennnesseln und Brombeere profitieren davon und überwuchern diese Flächen. Die insektenfreundlichen Pflanzen verschwinden. Nach Angaben der Bundesregierung gelangen
    63 Prozent des Stickstoffs über die Landwirtschaft in die Umwelt
    15 Prozent tragen Industrie und Energiewirtschaft bei.
    13 Prozent der Straßenverkehr
      9 Prozent stammen aus Abwässern

  • Die konventionelle Landwirtschaft, die fast auf der Hälfte der Fläche Deutschlands betrieben wird, ist der mengenmäßig größte Anwender von Pestiziden.
    aber: Gut ein Fünftel der Gesamtmenge an Insektizid-Zubereitungen wurde 2016 an private Nutzer abgegeben. Bisher verzichten auch nur wenige Städte und Gemeinden auf Pestizide, weil oft effektive und bezahlbare Alternativen fehlen.
  • Schutzräume sind oft zu klein und zu wenig. Etwa 100 Hektar (1000m x1000m) sind nötig, damit genügend Insekten eine überlebensfähige Population bilden können. Es fehlten zwischen Naturschutzgebieten auch Landschaftsbrücken. Diese würden benötigt, damit die Insekten, falls sie einem Standort nicht mehr überleben können, einen Ersatzstandort erreichen können. Die Insekten hatten früher 100 Prozent der Landschaft zur Verfügung, aber jetzt sollen sie alle in 4 Prozent Schutzräumen überleben, wie soll das gehen? Derzeit sind sie in den wenigen Schutzgebieten Gestrandete auf einsamen Inseln.
  • Gärten: Sie können eine Brückenfunktion zwischen Schutzgebieten erfüllen. Wenn aber auch hier chemische Mittel verteilt werden und zudem noch exotische Pflanzen gepflanzt werden, sind diese scheinbar grünen Oasen für Insekten lebensfeindlich. Vielleicht versucht man einmal, nur die Hälfte des Rasens abwechselnd zu mähen. Oder vorwiegend heimische Gehölze pflanzen, eine Pappel, Eiche, Birke oder Weide – auf ihnen sind die meisten Insektenarten zu Hause.



http://www.wildbienen-kataster.de/

Ziel des Wildbienen-Katasters ist   

  • die kontinuierliche, systematische Archivierung und Verwaltung aller verfügbaren faunistischen und ökologischen Daten der ca. 460 bekannten Wildbienenarten Baden-Württembergs auf der Basis eines computergestützten Datenbankmanagementsystems       
  • eine stetige Aktualisierung und Qualitätsprüfung des Datenbestands und dieBereitstellung der Daten für:
    - Publikationen aktueller Nachweiskarten von Wildbienenarten
    - Fortschreibung der Roten Liste der Wildbienen Baden-Württembergs
    - Forschungsarbeiten zur Verbreitung, Ökologie und Biologie der Wildbienenarten
    - Naturschutzzwecke

http://www.wildbienen.de/

Wenn Sie schon etwas gesurft und auf der einen oder anderen Seite geschmökert haben, fragen Sie sich vielleicht: Wie kommt jemand dazu, "nur" über Wildbienen eine Website zu erstellen, die Anfang 2018 ca. 5.250 Dateien umfaßt und immer noch ergänzt wird?
Hier finden Sie die Antwort.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html

Tipps für Nisthilfen

https://www.sielmann-stiftung.de/wildbienen/

informativ

https://www.hummelfreund.com/

Dies ist eine Seite für Hummelfreunde die sich mit Hummeln beschäftigen und diese bewusst ansiedeln.

http://www.wildbienen.de/wbs-fpfl.htm

Wer auf seinem privaten Grundstück oder der Schutzfläche eines Naturschutzvereins Blütenpflanzen ansiedeln möchte, sollte mit ein paar Vorüberlegungen beginnen

sehr viele Pflanzenvorschläge

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/insekten/24004.html?utm_source=Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=KW10_garten

Mehrere Artikel rund um das Hummelleben

https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/

Insektenhotels u.v.a.

https://www.book2look.com/vBook.aspx?id=9783895663581&euid=247141&ruid=0&referURL=Desktop

Buch zum Thema Nisthilfen

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

Insektenhotels bauen

Literatur zu Bienenweidepflanzen

Im Internet gibt es auch die eine oder andere Information.

  • "Bienenweide" von Günter Pritsch, Kosmos Verlag (Kritik lesen)
  • Mein Bienengarten: Bunte Bienenweiden für Hummeln, Honig- und Wildbienen von Elke Schwarzer