Jedes Fahrrad hat Licht. Die elektrische Energie wird von einem Dynamo erzeugt. Durch Muskelkraft.

Technik

Ein elektrischer Generator (so heißt der Dynamo technisch) ist eine elektrische Maschine, die Bewegungsenergie in elektrische Energie wandelt. Der Generator ist das Gegenstück zum Elektromotor, der elektrische Energie in Bewegungsenergie wandelt. Er beruht auf dem von Michael Faraday 1831 entdeckten Prinzip der elektromagnetischen Induktion (Schulphysik, mehr hier).

Generatoren können nun durch Muskelkraft, Turbinen (Propeller im Wasser (Stausee, Fluss, Wasserkraftwerk) oder Dampf (Kohlekraftwerk, Atomkraftwerk)) aber eben auch durch Wind angetrieben werden und erzeugen Strom.

Wind entsteht durch Austausch von Temperaturunterschieden in der Atmosphäre, die wiederum durch die Sonne hervorgerufen wurden. Es ist also auch am Ende eine Form von Sonnenenergienutzung und damit unbegrenzt verfügbar.

Technisch werden nun Windmühlen gebaut, die diese Aufgabe übernehmen sollen. Damit das alles schnell geht, muss man Anreitze schaffen. Das wurde durch politisch festgesetzte Subventionen gemacht. Leider war aufgrund von Unwissenheit die Dosis falsch gewählt worden. Das macht nun zunehmend Probleme.

Grundsätzlich habe ich noch keinen Landwirt, Interessengemeinschaft oder Anlagenbauer gesehen, der Windkraftanlagen aus Idealismus aufstellt. Es geht ausschließlich um Profit, ein Profit, den andere bezahlen müssen. Dabei gilt: je profitabler um so besser. Und: Geld spielt keine Rolex. Natur und Umwelt sind egal.

Manchmal denkt man beim Recherchieren schon mal an die Mafia. Zumindest gibt es mafiöse Strukturen, Dorfgemeinschaften werden zerstört. Jeder will das größte Stück vom Kuchen, wer nichts bekommt, will die Windkraft vor Ort nicht.

Strom kann in den anfallenden Mengen nicht gespeichert werden. Er wird zum Verbraucher durch Leitungen transportiert. Der nutzt die Energie. Wird zuwenig erzeugt, gibt es Probleme mit der Stabilität. Also muss man immer etwas zuviel haben. Regeln kann man durch hoch- und herunterfahren von Kraftwerken, am schnellsten und besten Wasserturbinen. Aber davon haben wir in Deutschland leider nur sehr wenig. Windräder lassen sich abschalten, was aber Investoren nur zulassen, wenn sie auch den nicht erzeugten Strom bezahlt bekommen. Dieses Vorgehen stelle man sich einmal in der Landwirtschaft vor ... .

Quelle: https://www.smard.de/blueprint/servlet/page/home/wiki-article/522/636 Die Informationsplattform der Bundesnetzagentur über den deutschen Strommarkt ist online. Ihr Name SMARD steht für Strommarktdaten. Die auf SMARD veröffentlichten Daten geben einen aktuellen und umfassenden Überblick über das Geschehen am Strommarkt. Und dieses fast in Echtzeit. Mehr lesen

Wilhelm Busch hat die wirtschaftlichen Probleme beim Betrieb einer Windanlage so beschrieben:


Aus der Mühle schaut der Müller,
der so gerne mahlen will,
stiller wird der Wind und stiller,
und die Mühle stehet still.
So geht’s immer wie ich finde,
ruft der Müller voller Zorn,
hat man Korn so fehlt's am Winde,
hat man Wind so fehlt's am Korn.


Da sich Spitzenzeiten und optimale Windbedingungen nicht korrelieren lassen, müssen andere Elektroenergieerzeuger mit kurzen Anlaufzeiten in einem dafür ausgerüsteten Verteilernetz die Windstromerzeugung ergänzen.

Standort

Die Windmühlen stehen heute an der Küste, im Inland, auf See. Die Meterologie sagt uns, wo es im Jahresdurchschnitt genug Wind für den Profit gibt.



Inland

Für Standorte werden hohe Pachtpreise bezahlt. Die Renditen sind durch die politischen Entscheidungen garantiert und so sicher, dass es hinter den Kulissen ein Gerangel gibt, wo Standorte genehmigt werden. Eine manchmal seltsame Gesetzgebung fördert das zusätzlich. Gesetze

Zunehmend gibt es Widerstand in der Bevölkerung, besonders von Betroffenen. Windkraftanlagen stören die Ruhe, den Sonnenuntergang, den Tourismus, die Flora. http://gegenwind-sh.de/

Manchmal vergessen es die inzwischen zahlreichen Windkraftgegner, bessere Alternativen zu benennen.

Küste

Hier ist immer Wind. Aber nicht genug Leitungen, die den Strom (auf unsere Kosten) nach Bayern bringen. Windanlagen werden hier zunehmend als Störung des Tourismus empfunden. Wenn man die Anlagen betrachtet, hat man allerdings auch das Gefühl, dass es ein ziemliches Durcheinander gegeben hat. Eine geordnete Verteilung hätte weder Tourismus noch die Fauna übermäßig stören müssen. Egoismen.

See

Offshore

Hohe Kosten für Leitungen und Aufstelltechnik, dafür weniger Naturzerstörung.





Umweltschutz

Windmühlen werden aufgestellt, damit weniger fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung verheizt werden und so die Umwelt geschont wird. Natürlich beeinflusst jede Windanlage auch das Umfeld.


Kleinklima


Die Windmühle beeinflusst Luftströmungen und damit auch das Kleinklima. Das kann positiv sein (Abbremsung von Wind) oder negativ (weniger Abtrocknung)

Emissionen

Lärm: Windkraftanlagen sind laut. Manches lässt sich durch Ausformung der Rotoren noch verbessern, trotzdem bleiben enorme Windgeräusche für die Anwohner.

Licht: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Der Schattenwurf der Rotoren wirkt für Lebewesen, die im Schattenbereich leben, wie ein ständiges Stroboskop. Durchaus krankmachend. Je nach Sonnenstand durchaus kilometerweit wirkend.

Elektrosmog: Dort, wo große Ströme fließen, entstehen auch große elektromagnetische Felder. Das gilt auch für die notwendigen Oberlandleitungen.

Fauna

Eine Spielwiese für Naturschützer, Doktoranden, Biologen, Ökologen und Gutachter. Natürlich kommen durch bewegte Rotoren Lebewesen um. Das ist wie bei Autos. Jeder Auto- oder Bahnfahrer ist auch ein potentieller Uhumörder. Trotzdem lassen sich durch eine gewissenhafte Auswahl der Standorte unnötige Tierleiden vermeiden. Siehe auch hier




 Statistik

Statistischen Angaben kann entnommen werden, dass Ende 2016 in Deutschland etwa 28 000 Windenergie-Anlagen (WEA) mit einer Leistung  von etwa 50 GW istalliert waren. 4,2 GW entfielen auf Offshore-Anlagen. 83 % der neu installierten Anlagen hatte einen Rotordurchmesser über 100 m und mehr als die 72 % war hatte eine Nabenhöhe von mehr als 120 m. Die Gesamthöhe ist die Summe von Nabenhöhe und halben Rotordurchmesser. Die durchschnitllich neu installierte Leistung lag bei 2,86 MW auf dem Land und bei 5,11 MW auf dem Wasser (Off-Shore). Bis 2008 hatte Deutschland in der installierten Leistung die Weltspitze, wurde aber danach von den USA (etwa 82 GW Ende 2016) und von China (etwa 169 GW Ende 2016) überholt, siehe GWEC. Allerdings ist Deutschland bei der pro Kopf erzeugten Windleistung mit 604 Watt noch führend. Der Beitrag der Windenergie zum Brutto-Strom-Verbrauch betrug Ende 2016 in Deutschland 12,3 %, während der Weltdurchnitt noch unter 3 % liegt.

Der Bundesverband WindEnergie und das Deutsche Windenergie-Institut, bieten aktuelle Informationen zur Windenergie an. Technische Details findet man in Büchern mit dem Titel Windkraftanlagen oder Wind Turbines.