Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

Suchen Sie einmal Deutschland, oder noch besser, Schleswig Holstein. Ein Fliegenschiss.

Der Welt ist die deutsche Energiewende egal. Der Industrie nicht. Ja, wenn wir Vorbilder für die Welt wären, ... Ich denke, dass sind wir schon lange nicht mehr.

Der Mensch hat sich stark vermehrt. Lebensräume sind endlich, wir müssen umdenken. Zunächst braucht die Welt weniger Menschen, klügere Menschen, bewusster lebende Menschen. Das hängt zusammen. Wenn das gelänge, wären viele andere Probleme von allein gelöst.

So aber geraten wir von einer Sackgasse in die nächste. Politiker quatschen, Industrie verdient, Umwelt leidet. Wenn ein Problem gelöst wird, tuen sich dadurch neue Probleme auf.

Ich denke, das Hauptproblem ist der Egoismus. Jeder, der in diesem Bereich arbeitet, sieht sich, sein Portemonnaie, seine Karriere im Vordergrund. Natürlich gibt es auch Idealisten, aber die klugen unter ihnen gelangen nicht an die entscheidenen Stellen. Die sind schon besetzt. Von den anderen.

Was fällt Ihnen zum Thema Energiewende ein? Wer ist dabei Idealist, wer Egoist?

Als Physiker sage ich Ihnen, es ist völlig egal, wieviele Windräder wir aufstellen, wieviele Dächer und Felder wir verglasen, welche Gesetze zur Mülltrennung oder Müllvermeidung verabschiedet werden, ...

Der Welt hilft das alles nichts. Das ist Fliegenschisspolitik.

Und trotzdem ist die Energiewende wichtig, das Umdenken in der Art, wie wir leben, wie wir die Energie, die wir benötigen, zukünftig erzeugen. Kritik macht auch nur Sinn, wenn man bessere Lösungen hat. Hier möchte ich einige zeigen.

Der Mensch hat über Jahrtausende mehr Bäume gefällt als aufgezogen. Besonders der Mittelmeerraum hat unter den Hochkulturen mit ihren Egoismen sehr gelitten.

Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wird 2007 vom 9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formuliert Felix seine Vision:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. 10 kg CO2.

Die Initiative hat bisher 15.205.255.676 Bäume gepflanzt. Täglich werden es mehr. Beispielgebend... Nobelpreisverdächtig, wenn der Preis noch einen Wert hat ...

https://www.plant-for-the-planet.org/de/startseite

Erst Baumweltkarte

(Quelle: Crowther, T. W. et alNature http://dx.doi.org/10.1038/nature14967 (2015))

Um das so gebundene CO2 anschließend aus dem Naturkreislauf herauszunehmen, kann man

  • mehr Holz ökologisch und gesundheitlich sehr sinnvoll im Häuserbau verwenden. Allerdings nur, wenn man wie früher wieder für Jahrhunderte baut.
  • Holz wieder durch fachgerechte Einlagerung zu Mooren, Kohle verwandeln. Quasi den Kohleabbau rückgängig machen. Das wäre nicht egoistischer Naturschutz. So käme CO2 aus dem Naturkreislauf heraus, nicht durch Pumpen in die Tiefsee oder ähnlichen egoistischen Quatsch.

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