Artensterben

Anhand von Fossilienfunden können wir belegen, dass es in den vergangenen 540 Millionen Jahren 5 gewaltige Artensterben gab. Die Gründe dafür lagen in Naturkatastrophen, wie etwa ein Meteoriteneinschlag oder gewaltige Vulkanausbrüche. Heute beobachten wir erstmals ein von Menschen gemachtes Artensterben.

Seit vielen Jahrhunderten verändert der Mensch seine Umwelt, mit wachsender Geschwindigkeit. Zunächst waren diese Veränderung für viele Arten durchaus auch positiv, neue Lebensräume wurden geschaffen und von vielen Arten genutzt. Andere Arten hatten immer genug Raum, um dem Menschen auszuweichen, wenn sie es denn wollten.

Der Raum zum Ausweichen fehlt zunehmend. Für viele Arten bleiben nur noch Reservate, Naturschutzinseln.

Das Existenzrecht von Tierarten wird davon abhängig gemacht, ob es dem Menschen nutzt oder erfreut. Andere Tierarten (Schädlinge, Raubtiere, Raubvögel, ...) werden bekämpft oder ausgerottet.

Da die meisten Menschen die Zusammenhänge in der Natur nicht kennen, kommt es so auch zu Kollateralschäden. So töten z.B. Insektengifte auch die für die Bestäubung so wichtigen Bienen.

Ursache des Artensterbens ist letzendlich immer der Egoismus (Gewinnmaximierung) einzelner Menschen, deren Anzahl steigt. Da sich daran grundlegend nichts ändern wird (Egoismus), werden noch so viel Konferenzen, Spenden und Regierungsprogramme am Grundproblem nichts ändern.


Grenzen des Wachstums

Viele Modelle in der Politik funktionieren nur, wenn man für ein kontinuierliches Wachstum sorgt. Dieses wird also angestrebt und den Menschen als Erfolg verkauft. Inzwischen wäre eigentlich das Gegenteil überlebenswichtig. Weniger Menschenwachstum, weniger Energieverbrauch, weniger Recourcenverbrauch, weniger Urwaldabholzung, ...

Diese ist keine neue Erkenntnis (siehe "Grenzen des Wachstums", Club of Rome (1972))

Dauerhaftes exponentielles Wachstum ist nicht möglich, führt bald zu einer Selbstzerstörung. Das gilt für jegliche Populationen als auch für wirtschaftliche Vorgänge. Diese Mechanismen sind allen bekannt und unbestritten.

Aber ein bisschen geht wohl noch immer ... Und Wahlperioden sind überschaubar.

Das Wachstum der Menschheit, die Gier nach Macht und Reichtum, das Prinzip der Gewinnmaximierung auf Kosten anderer,... zu beenden ist dringend notwendig und doch mit heutigen Menschen unmöglich. Einige Exoten und durchaus funktionierende Ansätze ändern daran nichs.



Artenausrottung (fälschlicherweise auch Artensterben genannt. Begriffe wie "bekämpft, verfolgt, ausgerottet, ausgemerzt" sprechen Bände)

im neuen IPBES-Bericht steht es schwarz auf weiß (auf englisch): 

Etwa eine Million Arten könnten in den nächsten Jahrzehnten verschwinden.

Mehr als ein Viertel der untersuchten Tier- und Pflanzengruppen sind bedroht. Der Glauben an das ewige Wirtschaftswachstum und der damit verbundene Raubbau an der Natur führt uns langfristig in eine ökologische Sackgasse. mehr lesen


Ziel der UN - IPBES-Studie war es, eine solide wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, auf der knapp 200 Regierungen in den kommenden eineinhalb Jahren über ein neues Uno-Rahmenabkommen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt verhandeln. Das Abkommen soll, falls es zustande kommt, im Oktober 2020 beim Weltnaturschutzgipfel im chinesischen Kunming beschlossen werden.

Hier einige der verheerenden Aussagen des UN-Berichts:

  • 85 Prozent der Feuchtgebiete sind bereits zerstört
  • Seit dem späten 19. Jahrhundert sind rund die Hälfte aller Korallenriffe verschwunden
  • Neun Prozent aller Nutztierrassen sind ausgestorben
  • Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 wurden 100 Millionen Hektar tropischer Regenwald abgeholzt - weitere 32 Millionen Hektar allein zwischen 2010 und 2015
  • 23 Prozent der Landfläche des Planeten gelten als ökologisch heruntergewirtschaftet und können nicht mehr genutzt werden
  • Der Verlust von Bestäuberinsekten bedroht Nahrungsmittelproduktion im Wert von 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr
  • Durch die Zerstörung von Küstengebieten wie Mangrovenwäldern ist die Lebensgrundlage von bis zu 300 Millionen Menschen gefährdet
  • Allein die vom Menschen verursachte Erderhitzung könnte rund fünf Prozent der Arten auslöschen, wenn der Schwellenwert von zwei Grad Celsius globaler Temperaturerhöhung überschritten werde
  • Die globale Rate des Artensterbens ist mindestens um den Faktor zehn bis Hunderte Male höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre, und sie wächst


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