Klimawandel

Der Klimawandel, auch Klimaänderung, Klimawechsel oder Klimaschwankung, ist die Veränderung des Klimas auf der Erde, unabhängig davon, ob die Ursachen auf natürlichen oder menschlichen (anthropogenen) Einflüssen beruhen. Wir beobachten zur Zeit eine langsame Erwärmung von wenigen Grad über 100 Jahre gesehen. Es geht der Streit darum, inwieweit dieser Klimawandel vom Menschen selbst oder mit verursacht wird. Manche sagen, es steht uns wieder die alle 60000 Jahre wiederkehrende kleine Eiszeit bevor, abgemildert durch die Klimaerwärmung, die durch den Menschen gemacht ist.

Vieles ist Spekulation, Argumente und Gegenargumente wechseln sich ab. Manche Interessenvertreter spekulieren auf Forschungsgelder und dramatisieren Naturereignisse, die es schon immer gegeben hat, allerdings noch nie so medial ausgeschlachtet wie heute.

Fast täglich kann man hören, sehen oder lesen, dass durch die Veränderung des Klimas der Meeresspiegel steigen wird. Ganze Länder werden verschwinden, Hamburg geht unter, Deiche müssen höher gebaut werden, usw.

Ich denke auch, dass der Meeresspiegel weiter steigen wird. Sicher etwas durch die momentane Erderwärmung, die die Gletscher auf Grönland und das Südpolareis abschmelzen lassen. Einen größeren Beitrag am Anstieg des Wasserspiegels der Weltmeere ergibt sich m.E. aber aufgrund der Versandung der Meere. Hierzu eine kleine Erläuterung:

Als sich die Erde vor 5 Milliarden Jahre bildete, war sie zunächst sehr heiß, die flüssige Masse bildete aufgrund physikalischer Gesetze eine Kugel. Sie kühlte zunehmend ab, irgendwann kondensierte das Wasser und verteilte sich gleichmäßig über den ganzen Erdball. Die auf der Erde vorhandene Wassermenge beträgt ungefähr 1,386 Milliarden km³. Wenn man von einem Erdradius von 6300 km ausgeht (ohne Wasser), erhält man eine Erdoberfläche von grob gerechnet 500 Millionen Quadratkilometern. Wenn man nun die Gesamtwassermenge durch die Oberfläche teilt, so erhält man als Wasserhöhe 2770 m.

Das heißt nun: Wenn die Erde eine gleichmäßige Kugel ohne Tiefen und Erhebungen wäre, dann würde sich alles Wasser gleichmäßig verteilen und wir hätten einen etwa 3 km tiefen Wassermantel rund um die Erde herum. So war es auch einmal, vor vielen Millionen Jahren.

Nun war die Erde jedoch in ihrem Inneren unruhig. Es kam zu Vulkanismus, Erdtektonik, Erdplattenverschiebungen, usw. Es entstanden Untiefen, Inseln, Landmassen. Meeresspiegelschwankungen, hervorgerufen entweder durch die Bindung von Wasser in kontinentalen Eisschilden (bzw. deren Abschmelzen) oder durch Änderungen des Ozeanbeckenvolumens infolge tektonischer Verschiebungen. Alles blieb und ist auch heute noch in Bewegung.

Wir beobachten, dass durch Erosion Gebirge abgetragen werden. Frost lässt Felsen zerplatzen, Wasser zerkleinert und transportiert die Kiesel und Sande mit Flüssen in die Meere.

Alle Flüsse transportieren so täglich unzählige Tonnen von Schlamm und Sand in die Meere, was sich dann im Meer ablagert.

Meeresufer werden durch Wind und Regen ins Meer gerissen. Meere versanden.

Winde transportieren unzählige Tonnen von Sand. Man denke nur mal an den Saharasand, den wir von Zeit zu Zeit auch bei uns durch Südwinde erhalten. Viel mehr Sand landet jedoch im Mittelmeer und in den Ozeanen.

Heute trägt der Mensch durch Umgestaltung der Landschaft erheblich zu der Bodenerosion bei. Die Abholzung der Wälder führt zu einem schnelleren Rückfluss der Niederschläge ins Meer, mit allen negativen Erscheinungen. Falsche Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft lässt bei Sturm kahle Äcker wegfliegen. Berghänge die für Skitourismus angelegt wurden, rutschen ab, usw.

Erdmassen, die über dem Meeresspiegel liegen, werden kontinuierlich durch Bodenerosion in die Meere gespült. Wenn Vulkanismus und Plattentektonik nicht dagegen ankommen, erhalten wir aufgrund der physikalischen Gesetze wieder den Ausgangszustand der Erde vor Milliarden von Jahren.  Dieses ist auf lange Sicht zu erwarten, da auch das Erdinnere sich weiter abkühlt.

Auf dem Weg dorthin wird die sich verändernde Erdoberflächenstruktur das Klima noch viel stärker beeinflussen, als es der Mensch je schaffen könnte. Größere Wasseroberflächen strahlen mehr Energie in den Weltraum. Auch das hat Folgen. Trotzdem werden wir den Anfangszustand sicher nicht erreichen.

Daran kann auch kein Latif etwas ändern.

Mir ist schon klar, dass diese Darstellung im Rahmen meiner Möglichkeiten verkürzt ist. Eiszeiten und abnehmende Sonnenaktivität, auch das Sterben der Sonne werden alle Prozesse beeinflussen. Natürlich unterstütze ich auch die Bemühungen vieler, fossile Energieträger zu schonen. Der Umstieg auf die Nutzung der Wind- und Solarenergie lässt sich sicher noch optimieren, wenn man Egoismen etwas mehr einschränken könnte.

Wir werden nicht, wie manche Weltraumfahrer es uns in den Medien in Talkshows immer wieder glauben machen wollen, unsere Erde eines Tages verlassen können. Naturgesetze stehen dem entgegen. Das sollten alle wissen, aber auch Weltraumprogramme brauchen Steuergelder. Und Entscheider in der Politik kennen vielleicht nur Jules Verne.


 

 

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